„Wie können wir uns wieder mehr für die Menschen in unserer Umgebung öffnen?“ Diese Frage stellten sich die Bewohner und Bewohnerinnen des ÖLZ am Ende des letzten Jahres. Daraus entstand eine Idee: Ein Tag der Offenen Tür, zu dem wir unsere Kollegen und Kolleginnen, Freunde und Menschen aus der Nachbarschaft einladen konnten. Ein Wunsch war, dass dieser Tag von der gesamten ÖLZ-Gemeinschaft getragen sein sollte und nicht nur von einer kleinen Gruppe. So entstand ein buntes Programm: Kaffee und Kuchen im Begegnungszentrum, Führungen durch das Gelände und die Möglichkeit zur Begegnung in den verschiedenen Häusern. Wir haben fleißig eingeladen und sind auf großes Interesse gestoßen. Die Friedberger Allgemeine nahm den Tag der Offenen Tür sogar zum Anlass, einen Bericht über das ÖLZ zu schreiben.

Tag der Offenen Tür im ÖLZ: Ein Zeugnis des MiteinandersAm Tag selbst stellte sich die spannende Frage: Werden Leute kommen? Löst das Ökumenische Lebenszentrum noch Interesse aus? Wir waren auf alles eingestellt, aber nicht darauf: Mehr als 100 Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung besuchten das ÖLZ an diesem Nachmittag. Mit großer Offenheit und wohlwollender Neugier nahmen die BesucherInnen an den Angeboten teil. Einige kamen zum ersten Mal, weil sie schon „immer mal“ wissen wollten, was das ÖLZ eigentlich ist – andere kamen nach längerer Zeit mal wieder. Unter den Besuchern waren auch Vertreter und Vertreterinnen aus der Politik (eine Landtagsabgeordnete der SPD und zwei Mitglieder des Friedberger Stadtrates von der CSU und den Grünen), Vertreter der ACK (Arbeitskreis Christlicher Kirchen) Bayern, der lokalen ACK Augsburg, Mitglieder der evangelischen und katholischen (Pfarr-) Gemeinden Ottmaring und Friedberg, Novizen der Pallottiner aus Friedberg mit ihrem Verantwortlichen. Es kamen Nachbarn, ArbeitskollegInnen und Freunde der ÖLZ-Bewohner. Simone Strohmeier, Landtagsabgeordnete der SPD, stellte viele Fragen und war v.a. beeindruckt davon, dass das Zusammenleben im ÖLZ schon so lange funktioniert, obwohl beide Gemeinschaften „immer noch“ sehr unterschiedlich sind – ihrer Meinung nach, „eine basisdemokratische Erfahrung.“

Tag der Offenen Tür im ÖLZ: Ein Zeugnis des MiteinandersBei den Begegnungen in den verschiedenen Häusern konnte man noch mehr über die konkreten Erlebnisse der beiden Gemeinschaften erfahren. Manche waren sehr davon beeindruckt, dass die BewohnerInnen ihre Häuser für die Besucher geöffnet hatten und erlebten so ganz konkret ein Zeugnis der christlichen Gastfreundschaft.

Dieser schöne und bereichernde Tag endete mit einem gemeinsamen Abendgebet. Ein tiefer Moment, in welchem unsere Gäste in die Gebetsgemeinschaft des ÖLZ mit hineingenommen wurden.

„Wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier“ – haben mehrere Besucher zum Abschied versichert. Eine Besucherin, die zum ersten Mal in Kontakt mit dem ÖLZ kam, hat uns anschließend folgende Nachricht geschickt: „Ich möchte mich auch im Namen meiner Freundin ganz herzlich für den wunderschönen Nachmittag bei euch bedanken. Wir haben uns von der ersten Sekunde an sehr wohlgefühlt. Es war ein besonderer Nachmittag, der uns bereichert hat. Es war schön für uns, die Gemeinschaft und die herzliche Atmosphäre zu spüren. Besonders das Abendgebet zum Abschluss hat uns berührt.“

Auch unter den ÖLZ-Bewohnern und Bewohnerinnen klingt der Tag noch sehr gut nach. Die Dankbarkeit gilt nicht nur den vielen Besuchern, sondern auch dem Miteinander unter uns. Eine Bewohnerin des ÖLZ drückte es so aus: „Ich fand, ein großes Zeugnis für unser Miteinander war schon allein die Tatsache, dass wirklich alle im ÖLZ, die irgendwie konnten, sich auf so vielfältige Weise eingebracht haben, und dass trotz so vieler nicht planbarer Variablen alles doch ziemlich reibungslos und mit einer gewissen ‚Leichtigkeit‘ abgelaufen ist.“

Im Download finden Sie den Vorbericht über das ÖLZ in der Friedberger Allgemeinen: „Sie leben die Vielfalt und suchen die Einheit.“

 

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