Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz schreibt einen Hirtenbrief zur Passionszeit 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Jahr schreibe ich Ihnen einen Hirtenbrief zur Passionszeit. Darin teile ich mit Ihnen ein Anliegen,
welches mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt hat. Es geht mir um die Frage, ob und wie wir in dieser
besonderen Zeit in eine Haltung hineinfinden können, die der Verbundenheit mit Jesus Christus entspricht.
Von ihm heißt es im Christushymnus (Phil 2, 5-11), dass er die ewige Herrlichkeit bei Gott gegen eine
leidvolle irdische Existenz eingetauscht hat, die ihn ans Kreuz führte. Was bedeutet das für uns?
Was könnte dem als Antwort entsprechen?
Viele üben sich in der Fastenzeit im Verzicht. Das geschieht aus unterschiedlichen Motiven.
Meist geht es darum, wenigstens für eine begrenzte Zeit etwas umzusetzen,
was einem inneren Anliegen oder einer tieferliegenden Einsicht entspricht.
Dabei verzichten wir zugunsten eines höheren Wertes auf eine allzu menschliche Gewohnheit.
Was wäre, wenn wir dieses Jahr in der Passionszeit den Schmerz Gottes teilten,
so wie Gott in der Passion unser Leid auf sich genommen hat?
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